Schifffahrt der "FISCHE" im Juni 2007

Wie heißt es doch das Lied? Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön...

Ja, sie war wirklich sehr schön. Zwar war es keine Seefahrt, sondern eine Neckarschifffahrt und zwar von Marbach bis zu den Felsengärten, bzw. bis nach Hessigheim.

Die Ausflugsfreudigen trafen sich am Samstagmorgen den 9. Juni 2007 in Marbach vor dem Bahnhof. Wenn ich es noch recht weiß, waren wir 13 Personen. Die Sonne lachte und es war gut warm. Zu Fuß ging es vom Bahnhof zur Schiffsanlegestelle, wo wir dann nach kurzer Wartezeit an Bord gingen. Alle waren gut gelaunt und jeder suchte sich sein Plätzchen je nach Wunsch, die einen in der Sonne, die anderen mehr im Schatten. Wir bewunderten die schöne Landschaft rechts und links des Neckars.

So etwa um 11 Uhr kamen wir in Hessigheim an und wanderten zu Fuß weiter zur „Felsengarten-Weinkellerei“. Dort beschloss die Mehrheit erst einmal eine Kleinigkeit zu essen. Am Kiosk gab es kleinere Angebote, in der Art von einem „Vesper“. Die Fleischliebhaber mußten leider auf dergleichen verzichten. Trotzdem war die Stimmung sehr gut.

Ein paar Wanderfreudige machten sich danach zu einer kleinen Tour zu den Felsengärten auf. Es ist ja eine einmalig schöne Gegend dort und man hat eine tolle Aussicht. Johannes scheuchte uns die Treppchen zwischen den Weinbergen hoch. Eine Abkürzung zwar, aber dafür ganz schön steil. Für Irenchen fast ein bißchen zu viel. Aber sie hat es geschafft und es gebührt ihr ein Lob, schließlich war sie die Älteste unter uns mit bald 80 Jahren.

Wir hatten gerade die Hälfte des Weges hinter uns und uns wieder auf den Rückweg gemacht, da brach ein Gewitter los. Regen, Blitz und Donner ließen uns bewaffnet mit Schirmen (bis auf Mary hatten, glaube ich, je zwei Personen einen) in schnellem Schritt unseren Kiosk bei der Weinkellerei anpeilen. Da war es vorbei mit Aussicht genießen. Alle kamen, so glaube ich, mehr oder weniger feucht, dort an. Zunächst setzte man sich noch unter das Zelt. Doch dies wurde bald unmöglich, da der Wind so heftig ging und man Angst hatte, das Ganze würde in die Luft gehoben werden. So suchten wir alle Platz in einem kleinen Raum des Kiosks. Dort mußten wir uns allerdings auch mit Sonnenschirmen vor dem Regen schützen, da keine Fenster zum Zumachen da waren. Es stürmte und schüttete unglaublich und mancher hatte schon Bedenken, wie wir wohl zur Schiffsanlegestelle kommen sollten. Doch Johannes beruhigte uns, es sei nur ein 10-Minuten Fußweg. Wir gingen ja zur Rückfahrt direkt von den Felsengärten aus an Bord.

Trotz allem, muss ich sagen, hatten wir viel Spaß und das Wetter tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Ein Gläschen Wein trug auch noch dazu bei.

Ja und dann war es Zeit zum Aufbrechen. Es hatte durch das Gewitter ziemlich abgekühlt und wer keine Jacke dabei hatte, so wie ich, fror ganz schön. Ich bekam dann den Anorak von Johannes, Gott sei Dank. Der Regen ließ nach, als wir an der Anlegestelle standen. Unser Schiff hatte Verspätung und wir machten uns schon Sorgen, dass es vielleicht gar nicht käme. Aber plötzlich wurde es gesichtet. Nun ging es, diesmal neckaraufwärts, etwas länger und auch nicht schön in der Sonne sitzend, zurück nach Marbach, wo dann die einen mit dem Auto und die anderen mit der S-Bahn Richtung Stuttgart weiterfuhren.

Meinem Gefühl nach hat es allen recht gut gefallen, trotz des Unwetters und des Nasswerdens. Wir werden uns noch lange an diesen Tag erinnern.

Christa Kramer