FISCHE-Weihnachtsfeier am 29. Nov. 2008

im kath. Gemeindehaus St. Andreas in Endersbach

Alle Jahre wieder…! Es war wieder einmal soweit! Wie traditionell üblich, fand unsere FISCHE-Weihnachtsfeier am 29. November 2008 im kath. Gemeindehaus in Endersbach statt. Auch diesmal weilten wieder einige FISCHE vom Ortsverein Göppingen in unserer Mitte.

Die Tische waren wie üblich weihnachtlich geschmückt. Ein paar FISCHE hatten frühzeitig mit dem Basteln angefangen und kleine Kunstwerke geschaffen. Diese konnten dann auf den Tischen bewundert werden.

Unser 1. Vorsitzender, Herbert Matysiak, begrüßte alle FISCHE und Gäste aus nah und fern und hieß sie willkommen. In seiner Ansprache erwähnte Herbert, dass Weihnachten zwar wohl das wichtigste und schönste Fest des Jahres sei. Das Fest gibt uns aber auch Gelegenheit, einmal über unseren alltäglichen Horizont hinauszublicken, auf die Dinge, die wirklich wichtig sind.

Herbert ging auch auf die derzeitigen Geschehnisse in der Welt ein. Er sagte, „Wir leben heute in einer Welt, die scheinbar aus den Fugen gerät. Einer Welt, in der die schlimmen Nachrichten über den Krieg im Kongo, der Terrorismus in Bombay oder die Naturkatastrophen wie zur Zeit in Brasilien, aber auch aus der Finanzwelt und damit aus der Wirtschaft nicht abreißen wollen.“

Herbert fügte hinzu, „Angesichts dieser traurigen Lage und der in den täglichen Fernsehnachrichten immer im Vordergrund stehenden negativen Meldungen, ist es umso wichtiger, sich auch einmal über die vielen positiven Aspekte unseres Lebens Gedanken zu machen. Wir wollen schließlich nicht in Resignation versinken, sondern uns den Problemen stellen und sie zu lösen oder zu verbessern versuchen. Gerade Weihnachten, als das Fest der Liebe, kann uns hier als passender Anlass und Ansatz dienen.“

Nach der Ansprache wurden einige FISCHE für die 10-jährige Mitgliedschaft und für das Vertrauen und die Treue zu unserem Verein geehrt. Es waren:

Christa Kramer, Angelika Seubert-Jakobi, Carola und Gerhard Steck und Helga Treiber.

Auch einige FISCHE-Mitglieder feierten im vorigen Jahr ihren „runden“ Geburtstag. Diese waren:

Helmut Deschner

Ute Kappl

Jürgen Schäfer

Irene Schöpp

Helga Treiber

Jürgen Vögele

Musikalisch umrahmt wurde die Weihnachtsfeier auf dem Klavier und auf der Flöte von Christa und Johannes.

Das Kuchenbüfett war mit leckeren Torten und mit süßem und salzigem Gebäck festlich gerichtet. Das Gebäck stammte wieder einmal aus der Bäckerei unserer Vereinsmitglieder. Wir ließen uns den Kaffee und die weihnachtlichen Köstlichkeiten schmecken. Das Nachmittagsprogramm war bunt und vielseitig.

So trug Frau Muth, Pfarrerin der evang. Schwerhörigenseelsorge Württemberg, die Geschichte von der Entstehung des Adventskranzes vor. Der Theologe Johann Hinrich Wichern (1808-1881) erfand vor 160 Jahren den Adventskranz. Der Theologe gab obdachlosen Kindern und Jugendlichen im „Rauhen Haus“, ein von ihm 1833 eingerichtetes Hamburger Waisenhaus, neben der lebenswichtigen Versorgung die Möglichkeit, einen Beruf zu erlernen.

Sein soziales Engagement kann nur Vorbild für uns alle sein. Seiner Liebe zu bedürftigen Kindern verdanken wir einen der schönsten Adventsbräuche. Kerzenandachten und Singstunden im „Rauhen Haus“ waren stimmungsvoll begleitet von unzähligen flackernden Lichtern. 1839 ließ Wichern im Betsaal einen hölzernen Leuchter mit 23 Kerzen (19 kleine rote für die Werktage und 4 große weiße für die Sonntage) aufhängen. Jeden Tag vom 1. Advent bis zum Heiligen Abend entzündete Bruder Hansen (so ist es in Wicherns Tagebuch festgehalten) eine weitere Kerze.

Das hölzerne Rad wurde einige Jahre später (vermutlich 1860) mit Tannengrün umwunden. Im gleichen Jahr führte Wichern den Adventskranz im Waisenhaus Berlin-Tegel ein. Wicherns Idee verbreitete sich langsam in Norddeutschland. Erst 1937/38 fand der Adventskranz Würdigung in einer katholischen Kirche in München. Die maximal 28 Kerzen verringerten sich auf vier. Im „Rauhen Haus“ wird die Tradition jedoch unverändert bewahrt.

Weitere verschiedene weihnachtliche Vorträge von Marlene, Elisabeth und Ursula trugen zur Weihnachtsstimmung bei. So wurden wir auf das bevorstehende Weihnachtsfest eingestimmt.

Auch so ein schöner Nachmittag hat irgendwann ein Ende. Nach der Weihnachtsfeier gingen noch ein paar FISCHE – es waren 27 – in das Restaurant „Neu-Lotus“. Dort ließen wir den Abend bei einem guten Essen in fröhlicher Runde ausklingen.

Allen Mitwirkenden möchten wir an dieser Stelle für ihr Engagement und für das Gelingen dieses Festes ein herzliches Dankeschön aussprechen.

Ursula Schomberg