| Wir über uns |
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Der F örderkreis zur I ntegration für Sch werhörige und E rtaubte „FISCHE“ e.V. Für uns ist unser Name gleich Programm. Wir möchten hörbehinderten Menschen Wege in die Gesellschaft aufzeigen. Sie vor der Isolation schützen, sie ermutigen ihre Behinderung anzunehmen und ihnen vermitteln, wie man trotz einer Hörbehinderung im gesellschaftlichen Leben bestehen kann. Nach Informationen des Grünen Kreuzes leben in der Bundesrepublik Deutschland zur Zeit ca. 14 bis 16 Millionen Menschen mit einer Hörschädigung. 2,5 Millionen sind mit Hörgeräten versorgt, davon haben nur 400.000 eine beidseitige Versorgung (leider!). Ebenso sind 250.000 Kinder bundesweit mit Hörgeräten versorgt, die sich in unserer auf Kommunikation ausgerichteten Welt zurechtfinden müssen. Besonders beunruhigt uns, dass in der Altersgruppe 15 bis 30 Jahre die Zahl der Hörgeschädigten so stark zunimmt, dass Fachleute davon ausgehen, dass in dieser Personengruppe bei jedem Vierten ein messbarer Hörschaden nachzuweisen ist. Auch wenn uns die Hörgerätewerbung verspricht „Hören wie früher“, ist dies leider nie mehr möglich. Viele Probleme beginnen mit der Erstversorgung. Die Erwartungen an das neue Hörgerät werden nicht erfüllt. Das Hören ist nicht wie früher. Krach, Lärm, Geräusche werden vernommen. Das Hörgerät ist eine Prothese. Wie bei allen Prothesen ist eine Gewöhnungsphase notwendig. Am Hirnstamm kommen Signale an, die das Gehirn so nicht mehr erkennt, nicht mehr deuten kann. Je länger ein Hörschaden mit Hörgeräten unversorgt bleibt, umso länger braucht das Gehirn, die in dieser Zeit verloren gegangenen Geräusche, Töne, Sprache wieder zu erlernen. Das Ohr und das Hirn müssen also gemeinsam Schwerstarbeit leisten, um das Verlorengegangene wieder einigermaßen aufzuarbeiten. Trotz der modernsten Technik auf dem Hörgerätemarkt ist es bis heute nicht gelungen, alle Bedürfnisse eines Hörgeschädigten abzudecken, das heisst natürliches Hören, wie es vor Eintritt eines Hörschadens war, wird es für den Betroffenen nie mehr geben. Hörbereiche, die zum Beispiel durch Krankheit, Unfall, Knalltrauma, Hörsturz usw. zerstört wurden, sind leider in vielen Fällen für immer verloren. Trotz allem möchten wir ermutigen, die noch möglichen Hörfähigkeiten zu trainieren und jegliche Kommunikationsform die sich anbietet zu erlernen und zu nutzen. Technische Hilfsmittel bringen große Vorteile, aber jeder muss für sich und seine Bedürfnisse die richtige Strategie entwickeln, mit der er gut durchs Leben gehen kann. Auf diesem oft langen und steinigen Weg möchten wir Hilfe sein und ein Stück begleiten. |
